Jule Julsen *
15 Dec 2019 / posted by

Nachdem ich letztes Jahr Kekse im Glas verschenkt habe, gibt es dieses Jahr Nüsse im Glas unter dem Weihnachtsbaum. Oder kennt ihr jemanden, der keine gebrannten Nüsse mag?

Diese Geschenkidee ist eine gute Alternative für Leute, die keine Plätzchen und/oder Lebkuchen mögen und denen ihr trotzdem eine weihnachtliche Leckerei zukommen lassen möchtet.

Wer jetzt denkt: "Das ist doch bestimmt zu aufwändig und eine totale Sauerei.", der irrt. Gebrannte Nüsse sind schnell gemacht und es braucht nur vier Zutaten: Nüsse, Zucker, Zimt und etwas Wasser. Da der Zucker wasserlöslich ist, lassen sich die verwandetetn Küchenutensilien nach der Herstellung auch schnell wieder reinigen. Weiteres Plus: Der ganze Prozess dauert nur etwa 15 Minuten.

Ihr braucht:

  • Nüsse eurer Wahl (200g)
  • brauner oder weißer Zucker (8 EL)
  • Zimt (1/2 TL)
  • etwas Wasser
  • beschichtete Pfanne
  • Holzlöffel
  • Blech mit Backpapier
  • leere Gläser
  • Papierreste & Schleifenband
  • Zirkel
  • Schere
  • optional Klebestift

So wird's gemacht:

Zuerst werden die Nüsse in der Pfanne angeröstet. Anschließend gebt ihr 4 EL Zucker und etwas Wasser dazu und rührt das Ganze gut um, damit nichts anbrennt. Weitere 4 EL Zucker vermischt ihr mit 1/2 TL Zimt. Wenn die Masse in der Pfanne etwas angedickt ist, gebt ihr schrittweise die Mischung aus Zucker und Zimt dazu. Nach etwa 15 min sollte die Mischung dann so angedickt sein, dass eure Nüsse gut damit überzogen sind. Nun gebt ihr die Mischung auf ein Backpapier und lasst sie trocknen.

Die getrockneten Nüsse füllt ihr dann in die Gläser ab. Ich habe hierfür alte Marmeladengläser verwendet. Wer möchte, kann die Gläser nun noch weihnachtlich dekorieren. Ich habe hierfür Geschenkpapierreste und Schleifenband aus dem letzten Jahr wiederverwertet. Mit einem Zirkel habe ich Kreise gezeichnet, die jeweils ein paar Zentimeter größer sind, als der Deckel des jeweiligen Glases. Die Papierkreise habe ich dann über die Deckel gestülpt und mit etwas Schleifenband bzw. Paketband fixiert. Auf einige Gläser habe ich noch kleine Sterne geklebt, die ich aus dem verwendetetn Geschenkpapier ausgeschnitten habe - fertig ist ein tolles Weihnachtsgeschenk!


10 Oct 2019 / posted by

Ähnlich wie ich ist auch meine Mutter recht fleißig wenn es um kleine Basteleien und Handarbeiten geht. Besonders hoch im Kurs stehen Stricken und Häkeln.

Um ihr eine kleine Freude zu machen, habe ich ihr vor einiger Zeit ein Handarbeitsutensilo genäht in dem sie ihre Wolle und auch ihre gesamten Utensilien unterbringen kann. So hat sie immer alles beisammen und kann ihr aktuelles Projekt leicht von A nach B transportieren.

Ihr braucht

  • Innen- und Außenstoff eurer Wahl (Länge je nach gewünschter Höhe des Utensilos wählen)
  • festes Vlies zur Verstärkung der Standfestigkeit
  • Baumwoll- oder Polyestergarn
  • Zirkel
  • Stift und Schere
  • Stück Papier zur Herstellung eines Schnittbogens (falls gewünscht)
  • Stecknadeln oder Wonderclips
  • Wendenadel für Herstellung der Henkel (optional)
  • 3 Ösen und entsprechende Ösenzange zum Anbringen

So wird's gemacht

Ich habe mein Utensilo im Großen und Ganzen nach der Anleitung von Funkelfaden hergestellt - mit kleinen Änderungen meinerseits ;-)

Wer mag, kann sich für den Zuschnitt eine Vorlage aus Papier anfertigen. Dies ist besonders für den runden Bodenteil zu empfehlen.

Zuerst wird die Außentasche an den Außenstoff genäht und die Einschübe werden abgesteppt. Meine Einschübe sind zwischen 2 und 5 cm breit. So bekommt man vom Häkelhaken bis zur Stoffschere alles rein.

Ich habe auch im Innenbereich des Utensilos eine Tasche angebracht, in die drei Ösen eingearbeitet sind. So kann man später, wenn man mit mehreren Wollfäden strickt, die Fäden voneinander separieren und es verheddert sich nichts. Diese Idee habe ich in den Weiten des WWW entdeckt und gleich in mein Utensilo integriert. Die Größe der Innentasche ist reine Geschmackssache - je nach dem, was man darinnen noch aufbewahren möchte.

Das Vlies zur Verstärkung der Standfestigkeit des Utensilos habe ich auf den Innenstoff aufgebügelt. Anschließend werden einmal das Außenutensilo und das Innenutensilo zusammengenäht. Beim Innenutensilo habe ich eine Wendeöffnung gelassen. Man kann die Wendeöffnung auch am oberen Rand offen lassen, wenn die beiden Teile zusammengenäht werden - was einem lieber ist.

Ist dies passiert, werden beide Teile ineinander gesteckt und die Henkel dazwischen platziert. Abweichend von der o. g. Anleitung habe ich mich für zwei Henkel entschieden - fand ich einfach schöner. Diese habe ich aus dem Außenstoff hergestellt. Anschließend wird alles gewendet. Zum Schluss wird die Wendeöffnung geschlossen und der obere Rand des Utensilos knappkantig abgesteppt - fertig!


01 Oct 2019 / posted by

Wer näht, beschäftigt sich irgendwann unweigerlich mit der Frage: "Was mache ich nur aus den Stoffresten?" Zum Wegschmeißen sind diese eigentlich zu schade und ehrlich gesagt auch zu teuer... Auch ich stehe daher regelmäßig wieder vor dieser Frage.

In den Weiten des WWW gibt es unzählige Tipps und Ideen, wie man diese Reste noch sinnvoll verwerten kann. Heute möchte ich euch drei Ideen vorstellen, die ich bereits ausprobiert habe.

Babyrassel "Stern"

Ihr braucht

  • Stoffreste
  • Sternschablone oder eine andere Schablone eurer Wahl
  • Füllwatte oder klein geschnittene Stoffreste
  • Rasselbox für Kuscheltiere
  • Baumwoll- oder Polyestergarn
  • Schere & Stift
  • Wonderclips oder Stecknadeln
  • Nähnadel
  • Nähmaschine

So wird's gemacht

Schneidet euren Stern mit etwas Nahtzugabe 2x aus dem Stoff aus. Anschließend näht ihr ihn mit einem Gradstich rechts auf rechts zusammen. Hierbei lasst ihr eine Wendeöffnung, durch die ihr das Ganze wendet. Achtet darauf, dass das Rasselelement noch durch die Öffnung passt.

Nun füllt ihr den Stern mit eurem Füllmaterial etwa bis zur Hälfte. Dann fügt ihr das Rasselelement dazu. Danach kommt die zweite Hälfte des Füllmaterials. Anschließend verschließt ihr die Wendeöffnung. Ich mache das immer per Hand mit einem unsichtbaren Stich.

Wer mag, kann auch eine Schlaufe mit einnähen - dann könnt ihr den Stern später auf ein Band auffädeln, um ihn z. B. am Kinderwagen zu befestigen.

Schlauchschal (ab 1 Jahr)

Ihr braucht

  • Stoffreste
  • Schnittmuster "Loop" von Rabaukennaht
  • Baumwoll- oder Polyestergarn
  • Schere & Stift
  • Wonderclips oder Stecknadeln
  • Nähnadel
  • Nähmaschine

So wird's gemacht

Eine detaillierte Erläuterung mit Fotos findet ihr im zum Schnittmuster gehörenden Freebook von Rabaukennaht. Ich habe mir zusätzlich ein Video auf Youtube angesehen, da das Zusammennähen des Innen- und Außenstoffs doch etwas kniffelig war.

Im Laufe der Zeit habe ich schon verschiedene Loops genäht und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Meine große Maus ist jetzt drei und trägt die Loops noch immer. Sie machen sich auch gut als kleines Geschenk.

Dreieckstuch (0-3 Jahre)

Ihr braucht

  • Stoffreste
  • Schnittmuster "Halstuch" von Rabaukennaht
  • 2 Jerseydruckknöpfe und passende Zange zum Anbringen
  • Baumwoll- oder Polyestergarn
  • Schere & Stift
  • Wonderclips oder Stecknadeln
  • Nähnadel
  • Nähmaschine

So wird's gemacht

Auch hier gibt es eine detaillierte Erläuterung mit Fotos im zum Schnittmuster gehörenden Freebook von Rabaukennaht.

Ich habe die Wendeöffnung am Ende nicht mit der Maschine, sondern per Hand mit einem unsichtbaren Stich zugenäht. Aber ihr könnt sie auch mit der Maschine knappkantig mit einem Gradstich schließen.

Auch von diesem Modell habe ich schon viele Exemplare genäht. Häufig verschenke ich sie auch an Neumamas in Kombination mit einer Babyhose oder einer Babymütze.


Über Jule Julsen

Hallo! Ich bin Jule: bastelbegeistert, voller Ideen, im Herzen Kind, Freund des kontrollierten Chaos, Landei und Stadtpflanze, Blumenmädchen, Schwedenfan, Freizeitradler und viel mehr.